Twitter, Yammer, Blogspot, Flikr, XING, Facebook, LinkedIn, MySpace, YouTube, Stayfriends und neuerdings auch noch Google Buzz – das ist derzeit mein Social Media-Repertoire. Es erscheint übertrieben, aber man halte mir bitte zugute, dass ich mich beruflich mit dem Internet beschäftige. Und zu meinen Prinzipien gehört es, die klassische „Berater sind Eunuchen. Sie wissen wie es geht, ...“-Falle zu meiden. Natürlich ist es nicht möglich, in all diesen virtuellen Gemeinschaften mit dem gleichen Engagement aktiv zu sein. Trotzdem statte ich meinen virtuellen Identitäten regelmäßige Besuche ab. Und eine natürliche Auslese findet auch in der virtuellen Welt statt, die Spreu beginnt sich vom Weizen zu trennen. Im Businessbereich dominiert bei mir eindeutig XING. Die dort täglich von mir genutzte Funktion nennt sich: „Neues aus Ihrem Netzwerk“. Sie hilft mir, den Karriereweg ehemaliger Kollegen und Geschäftspartner, die ich im realen Leben längst aus den Augen verloren hätte, zu verfolgen. Es funktioniert und ich gebe Monat für Monat sogar Geld für eine XING-Premiummitgliedschaft aus. Facebook hat für mich in den letzten Monaten deutlich an Bedeutung gewonnen. Die Schnittmenge zu meinen XING-Kontakten ist erheblich. Allerdings findet auf Facebook mit den gleichen (und einigen anderen) Menschen ein eher privater Austausch statt. Zwiespältig bleibt mein Verhältnis zu Twitter. Einerseits glaube ich, dass der Welt ohne Twitter nichts fehlen würde. Andererseits hat mich dieser Dienst in einer Weise in seinen Bann gezogen, die mich nachdenklich macht. In gewisser Weise trifft diese Vereinnahmung aber auf die genannten Social Media insgesamt zu. Wieso habe ich permanent das Gefühl, nachschauen zu müssen, was es in meinen Netzwerken Neues gibt? Woher kommt dieses Bedürfnis, mich öffentlich mitzuteilen? War es schon immer da oder wurde es durch die neuen technischen Möglichkeiten erst entfacht? Spürbar verstärkt wird dieser Sog durch die Nutzung meines Smartphones und die damit verbundene permanente Anbindung ans Internet. Höchste Zeit, sich mit den psychologischen, sozialen und kulturellen Auswirkungen zu beschäftigen. Mir scheint, ich habe da gerade ein Thema entdeckt, an dem ich dranbleiben werde.
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Sympathiegewinn durch Bloggen*
Fast jeder von uns möchte insgeheim von anderen geliebt werden, zumindest aber etwas Anerkennung, wenigstens Akzeptanz erhalten. So geht es wohl auch der GEZ, die sich permanent missverstanden fühlt. Sie will doch schließlich nur unser Bestes. Und natürlich unser Geld, aber wer will das nicht. Damit wir sie endlich besser verstehen, hat die GEZ heute zusätzlich zu ihren bestehenden Websites noch das Onlineportal gez-meine-meinung.de gestartet. Damit gibt es im Web nun endlich einen Ort, an dem man mal so richtig seine Meinung über die GEZ sagen, so richtig Dampf ablassen kann. Das dachten wohl auch die ersten Besucher des Diskussionsforums, bis sie feststellten, dass dieses moderiert (Neusprech für "zensiert") wird. Ein bekanntes Dilemma fast aller Diskussionsforen, die sich auf Unternehmenswebsites befinden. Aber da gibt es ja zum Glück noch den ganz neuen Social Media-Trend. Und so wurde der GEZ von den herbeigerufenen Beratern empfohlen, zusätzlich auch einen Blog einzurichten. Gesagt, getan. Im Onlinetagebuch erzählen GEZ-Mitarbeiter zukünftig aufregende Geschichten aus ihrem Alltag. Das könnte durchaus spannend werden. In meiner Phantasie jagen GEZ-Agenten nächtens Schwarzseher durch dunkle Gassen, klingeln inkognito an fremden Türen und versuchen unter Nutzung raffinierter Legenden, eingelassen zu werden. Aber falsch. Es bloggen in Wirklichkeit Sachbearbeiter, die von 8 bis 16 Uhr an Schreibtischen sitzen und trockene Vorgänge bearbeiten. Oder sind es doch eher die Praktikanten der betreuenden PR-Agentur? So locker und korrekt, wie die Texte klingen. Immerhin entlässt Daniela K. den Leser am Ende Ihres Blogeintrages mit einem ganz praktischen Rat in die Freiheit: "Wenn Ihnen mal auf einer Party der Gesprächsstoff ausgehen sollte, dann diskutieren Sie doch einfach mal über die GEZ. Sie werden überrascht sein." Könnte das zweideutig gemeint sein?
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* Sympathiegewinn durch Bloggen: Es kann, muss aber nicht funktionieren. Ob es gelingt, hängt wie so oft von der Auswahl der Themen sowie von Ehrlichkeit (oder doch nur Glaubwürdigkeit ;-) und Authentizität ab.
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* Sympathiegewinn durch Bloggen: Es kann, muss aber nicht funktionieren. Ob es gelingt, hängt wie so oft von der Auswahl der Themen sowie von Ehrlichkeit (oder doch nur Glaubwürdigkeit ;-) und Authentizität ab.
Fast jeder von uns möchte insgeheim von anderen geliebt werden, zumindest aber etwas Anerkennung, wenigstens Akzeptanz erhalten. So geht es wohl auch der GEZ, die sich permanent missverstanden fühlt. Sie will doch schließlich nur unser Bestes. Und natürlich unser Geld, aber wer will das nicht. Damit wir sie endlich besser verstehen, hat die GEZ heute zusätzlich zu ihren bestehenden Websites noch das Onlineportal gez-meine-meinung.de gestartet. Damit gibt es im Web nun endlich einen Ort, an dem man mal so richtig seine Meinung über die GEZ sagen, so richtig Dampf ablassen kann. Das dachten wohl auch die ersten Besucher des Diskussionsforums, bis sie feststellten, dass dieses moderiert (Neusprech für "zensiert") wird. Ein bekanntes Dilemma fast aller Diskussionsforen, die sich auf Unternehmenswebsites befinden. Aber da gibt es ja zum Glück noch den ganz neuen Social Media-Trend. Und so wurde der GEZ von den herbeigerufenen Beratern empfohlen, zusätzlich auch einen Blog einzurichten. Gesagt, getan. Im Onlinetagebuch erzählen GEZ-Mitarbeiter zukünftig aufregende Geschichten aus ihrem Alltag. Das könnte durchaus spannend werden. In meiner Phantasie jagen GEZ-Agenten nächtens Schwarzseher durch dunkle Gassen, klingeln inkognito an fremden Türen und versuchen unter Nutzung raffinierter Legenden, eingelassen zu werden. Aber falsch. Es bloggen in Wirklichkeit Sachbearbeiter, die von 8 bis 16 Uhr an Schreibtischen sitzen und trockene Vorgänge bearbeiten. Oder sind es doch eher die Praktikanten der betreuenden PR-Agentur? So locker und korrekt, wie die Texte klingen. Immerhin entlässt Daniela K. den Leser am Ende Ihres Blogeintrages mit einem ganz praktischen Rat in die Freiheit: "Wenn Ihnen mal auf einer Party der Gesprächsstoff ausgehen sollte, dann diskutieren Sie doch einfach mal über die GEZ. Sie werden überrascht sein." Könnte das zweideutig gemeint sein?
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* Sympathiegewinn durch Bloggen: Es kann, muss aber nicht funktionieren. Ob es gelingt, hängt wie so oft von der Auswahl der Themen sowie von Ehrlichkeit (oder doch nur Glaubwürdigkeit ;-) und Authentizität ab.
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* Sympathiegewinn durch Bloggen: Es kann, muss aber nicht funktionieren. Ob es gelingt, hängt wie so oft von der Auswahl der Themen sowie von Ehrlichkeit (oder doch nur Glaubwürdigkeit ;-) und Authentizität ab.
Sympathiegewinn durch Bloggen*
SIGMUNDs FREUD' an Twitter
Das hätte ihm sicher gefallen: Freiwillige Probanden ohne Ende, von denen viele einen täglichen kleinen Blick in den Zustand ihres Seelenlebens gestatten. Weder muss der Patient dazu in die Praxis kommen, noch muss der Analytiker seinen Schreibtisch verlassen. Für psychologische Studien geradezu ideale Bedingungen. Man mag einwenden, dass die starke Begrenzung der Tweets keinen wirklichen Einblick ermögliche. Nach meiner Erfahrung macht die kontinuierliche Zeitreihe, pardon "Timeline", dieses Manko mehr als wett. Ich verfolge u.a. die Tweets mir weitgehend unbekannter Menschen und habe das nicht unbegründete Gefühl, von ihnen nach kurzer Zeit ein Psychogramm zeichnen zu können. Allerdings habe ich dieses Prinzip mittlerweile selbstreflexiv auf meine eigenen Tweets angewendet. Das Ergebnis hat mir nicht unbedingt gefallen, wohl auch weil es durchaus stimmte.
Das hätte ihm sicher gefallen: Freiwillige Probanden ohne Ende, von denen viele einen täglichen kleinen Blick in den Zustand ihres Seelenlebens gestatten. Weder muss der Patient dazu in die Praxis kommen, noch muss der Analytiker seinen Schreibtisch verlassen. Für psychologische Studien geradezu ideale Bedingungen. Man mag einwenden, dass die starke Begrenzung der Tweets keinen wirklichen Einblick ermögliche. Nach meiner Erfahrung macht die kontinuierliche Zeitreihe, pardon "Timeline", dieses Manko mehr als wett. Ich verfolge u.a. die Tweets mir weitgehend unbekannter Menschen und habe das nicht unbegründete Gefühl, von ihnen nach kurzer Zeit ein Psychogramm zeichnen zu können. Allerdings habe ich dieses Prinzip mittlerweile selbstreflexiv auf meine eigenen Tweets angewendet. Das Ergebnis hat mir nicht unbedingt gefallen, wohl auch weil es durchaus stimmte.
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